Noch nicht einmal Aufklärung! Wir erinnern an den 15. Jahrestag der Ermordung von Süleyman Taşköprü durch den NSU

Am 27. Juni 2001 wurde Süleyman Taşköprü in Hamburg vom rechtsterroristischen Netzwerk „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ermordet. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass die Aufklärung in Hamburg bzgl. des NSU-Komplex auch knapp fünf Jahre nach dessen Bekanntwerden immer noch ganz am Anfang steht. Das muss sich ändern. Wir wollen auch an Süleyman Taşköprüs erinnern.

Aufklärung der rassistischer Morde bedeutet den Betroffenen zuzuhören und eine die Taten ermöglichende Gesellschaft in Frage zu stellen. Der Mord an Süleyman Taşköprü hätte schon vor 15 Jahren Anlass für eine aufklärende Ermittlung sein sollen. Stattdessen setzten Behörden, Medien und Gesellschaft den Rassismus des NSU-Netzwerkes fort und setzten Ermittlungen gegen die Familie in Gang. Weder im NSU-Prozess in München noch durch die verantwortlichen Hamburger Behörden wurde der Mord an Süleyman Taşköprübisher aufgeklärt. Umso lauter muss in Hamburg die Forderung nach Aufklärung gemacht werden. Wir fordern daher einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Hamburg und eine konsequente Aufklärung des Mordes an Süleyman Taşköprü!

Kundgebung
Samstag 25. Juni 2016 – 14 Uhr

Ottensener Hauptstraße / Ecke Bahrenfelder Straße (Hamburg-Altona)

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Die Veranstalter_innen behalten sich vor, Personen, die rechtsextremen
Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene
zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische,
nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende
Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von dieser Veranstaltung
auszuschließen

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